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Freitag, 3. August 2012

Rainy Lammas o. Anekdoten von Monta

Ich wünsch jedem nochmal ein gesegnetes Lammas! :)
Aber wenn Lammas ist, warum hab ich dann ein Bild von Moos gepostet? Normal müsste man ja eins von Weizenähren nehmen oder ähnliches, aber hier gehts ja nich um die Allgemeinheit, sondern um mich. Jap, ich stell mich mal ganz dreist in den Mittelpunkt und will von meinem Lammas Ritual berichten.
Eins hab ich gelernt. Niemals kommt etwas so wie man es will. Auf irgendwie ist es doch anders oder etwas unerwartetes passiert.

Ich hab mich sehr auf Lammas gefreut, war aber wie gewöhnlich zu faul oder doch zu beschäftigt, um es dann so richtig zu planen, zwar wusste ich, was ich so grundlegend machen wollte für Lammas die ganzen Monate lang, aber so richtig zu planen und vorbereiten hab ich dann doch erst ein zwei Tage davor angefangen. Natürlich hab ich alles drauf ausgelegt, dass schönes Wetter ist. Ich hab nichtmal nen Gedanken dran verschwendet, dass es vielleicht nicht so ist, wie man sich das gern wünschen würde.

Dann war endlich Lammas, ich schon voller Vorfreude mich zur mitternächtlichen Stunde aus dem Haus zu schleichen und ein Ritual abzuhalten. Leider alleine, weil ich natürlich so kurzfristig keine Leute gefunden hab, die das mit mir machen würden. Jedenfalls saß ich dann so in meinem Zimmer, hatte schon meine Ritual-Kleidung an, alles was ich mitnehmen wollte in einen Korb gepackt und hatte mir sogar die Haare dafür geflochten. Dann wurden meine Pläne allerdings mit einem einzigen Donnergrollen über den Haufen geworfen. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass es regnen könnte oder sonst irgendwas anderes passieren würde.

Jedenfalls war dann meine Planung ziemlich zwecklos, da es mittlerweile aus Containern (ja! nichtmal mehr aus Kübeln!?) zu schütten begonnen hatte. Ich wollte Lammas feiern, nur wusste ich dann nicht mehr wie und hab natürlich meinen Unmut kund werden lassen, an einer geliebten Freundin von mir, die dann prompt zu meinem klagenden Gelaber meinte.

"Oder die Hände über den Kopf und schreiend im Kreis rennen"


Die Vorstellung wäre lustig gewesen, aber kurzfristig fiel mir dann doch etwas anderes ein, von etwas Regen wollte ich mich schließlich nicht einschüchtern lassen und machte ein eher simples Ritual. Ich holte ein gelbes Blatt samt Filzstift und einem Glas, als sich dann endlich eine Idee für ein Ritual hatte. Dazu schnitt ich aus dem gelben Blatt Kreise aus, 3 an der Zahl, und schrieb darauf meine Wünsche für die Zukunft, danach huschte ich dann endlich hinaus in den Regen, tanzte eine Weile und fühlte mich lebendiger denn je, das Moos trug dazu viel bei, sodass ich mich fühlte, als würde ich auf Wolken tanzen, denn Moos wächst eigentlich hauptsächlich in unserem Garten ;D

In meinem Ritual dann, legte ich die Blätter auf die Erde und stellte das Glas darauf, dass dann symbolisch die Wünsche und die Kraft der Göttin auffängt (wasser, da ja bekanntlich das Meer die göttin repräsentiert)

So kurz war es doch was einzigartiges, obwohl es nicht geplant war ;)
Aber das Leben hält einem ja immer ein paar Überraschungen bereit :)

Blessed be
Montuna Witchka

Lammas - Lughnassadh

1. -3. August
Mondfest,
wenn die erste Ernte beginnt
Der Tag an dem die Ernte eingefahren wird, ist auch genau der Tag, an der man seine Kräuter sammeln sollte, zumindestens einige, die zu diesem Zeitpunkt ihre volle Kraft entfalten und es sich somit lohnt, sich ein paar zu schnappen ;)
Altbekannt nennt man es auch "Schnitterfest" oder "kornfest", weil an diesem Tag die Felder abgeerntet wurden. Alte Legenden besagen sogar, dass der Sonnengott Lugh, nach dem das Fest benannt wurde, während der Ernte von Halm zu Halm springt, dabei tanzt, um sich nochmal richtig auszupowern, bevor seine Kraft noch weiter schwindet.

So ist auch der Altar meist traditionell mit Weizen, Gerste oder Hafer, frische Früchte und Brot geschmückt, dabei wird den Göttern gedankt für die Ernte und um ein weiterhin fruchtbares Leben gebeten. Es ist einfach die Zeit der Ernte, der Sommer geht zu ende und der Herbst naht, deswegen sollte man die restlichen warmen Tage besonders nutzen.

Bräuche:

x einige Samen, der Ritualfrüchte oder anderen, werden eingepflanzt, damit sie keimen können 
x Brot backen darf eigentlich nicht fehlen und ist sehr weit verbreitet, ist ja schließlich das "Fest des Brotes" was Lammas grob übersetzt heißt.
x das Flechten von Weizenähren und Kornpuppenbinden, die dann im nächsten Jahr an Lammas verbrannt werden, sodass man neue machen kann, die ihren rituellen Zweck erfüllen können und einem hoffentlich ein fruchtbares Leben in jeder Hinsicht bescheren.
x Auch haben Steine eine besondere Bedeutung, die jetzt viel Energie enthalten sollen, so wird der Kreis meist auch mit Steinen gezogen
x Die Kräuterernte abschließen
x Bei der Ernte des Feldes werden auch einige Ähren stehengelassen als Dank für die Götter

Lammas-rächerung nach Scott Cunningham


  • 2 Teile Weihrauch
  • 1 Teil Erika
  • 1 Teil Apfelblüten
  • 1 Teil Johannisbeerblätter
  • ein paar Tropfen Ambra
In Irland wird das Fest übrigens immer noch gefeiert, dass angeblich den ganzen Monat anhalten soll, da in ihrer Sprache anscheinend (ich bin mir da nich sicher) August, Lughnassadh heißt.
Naja, so viel dazu ;D 

Blessed be 
Montuna Witchka