Dienstag, 3. Juli 2012

Das Projekt - Teil 3



Wieder ne lange Zeit ist vergangen, als ich das letzte Mal von meinem kleinem Kräutergärtchen berichtet hab. Jetzt hab ich endlich mal wieder Zeit gefunden, mehr oder weniger, um mal wieder richtig in die Tasten zu hauen.

Es blüht, regt sich in die Höhe und duftet unglaublich gut. Ich bin echt überrascht wie gut sich mein Kräutergärtchen entwickelt hat. Von kleinen zierlichen Pflänzchen, zu fast schon richtig großen wuchernden Dingern. Vorallem von dem kleinsten im Bunde hätte ich es nicht gedacht. Mein Dill, der am Anfang eher zerknautscht am Boden lag und ich schon dachte, der wird sowieso eingehen hat echten Lebenswillen bewiesen. Im Gegensatz zu manch anderen.
Mein Basilikum kann kaum mit den beiden Mithalten und versinkt schon fast zwischen Alant und Dill. Zeit um auszugraben und ihm ein Neues Plätzchen zu suchen, damit er sich wieder richtig entfalten kann und gesund weiterwachsen kann, weil er für mich ziemlich wichtig ist.
Meine Mutter hat mir paar Rezepte gezeigt, wie man mit frischen Basilikum schöne Gerichte zaubern kann, die dann richtig gut schmecken. Man sieht, dass dieser doch überschaubare Garten, doch jedem irgendwie eine Freude bringt.



Allerdings ging natürlich nicht alles gut, wäre ja noch schöner, aber vieeeeel uninteressanter gewesen,schließlich will ich von meinem Projekt auch was lernen und nicht nur den Pflanzen beim wachsen zuschauen, auch wenn das schon (für mich zumindestens) ein Wunder für sich ist. 
Jedenfalls wurde meine Kamille von Blattläusen befallen und viele sagten mir, da würde nichts anderes als Gift-spritzen helfen, allerdings würde das ziemlich dem Sinn eines eigenen Kräutergartens widersprechen, denn baut man nicht was eigenes an, damit man weiß, dass das nicht behandelt wurde? Und man es direkt von Mutter Natur bekommt und nicht aus dem Supermarkt, wo man eigentlich nur vermuten kann, was damit passiert ist? 
Ich wollte mich mit den Antworten auf jeden Fall nicht anfreunden und hab mal meine Oma zu Rate gezogen, die dann meinte, wenn ich die betroffene Pflanze jeden Tag abwasche und mit einer Brennessel-Tinktur besprühe, würden die weggehen. 

Alant | Basilikum | Dill
Gesagt getan. erstmal hab ich meine Kamille vorsichtig abgewaschen und bin dann kurz darauf in den Wald gewandert, um frische Brennessel zu suchen, die ich dann Büschelweise erntete. Danach ab in einen Kübel mit Wasser, aber nur ein bisschen mehr, als man Brennessel geerntet hat! und hab das ganze Gebräu mal 2 Tage ziehen lassen. Hat mich alles ein wenig an meine Kindheit erinnert, als man noch jegliches Unkraut gepflückt hat, in Wasser geworfen hat und daraus "Suppen" gezaubert hat. 
Jedenfalls hat's geklappt, die Brühe war braun und stank eigentlich ziemlich sehr, aber nach ein paar Tagen des Einsprühens hatten sich die Läuse verzogen. Dennoch würd ich nicht sagen, dass es ein Art Wundermittel gegen Blattläuse ist, da sie sich anfangs doch verzogen hatten, jetzt allerdings wieder da sind. Also war das Brennessel zeugs, nur ne Kurzlösung, oder ich hab's schlicht weg einfach falsch gemacht. 
Hat in der Hinsicht jemand Tipps? Wenn ja, freue ich mich über jeden Rat den ich bekomme :) 

Die eine Katastrophe hatte ich dann einigermaßen überstanden und dachte schon, dass sei gegessen. Aber als ich dann letzte Woche, wo es so unendlich heiss war, von der Schule heimkam, lagen Dill und Kamille wieder am Boden und mein Vater meinte schon, die seien nicht mehr zu retten, aber einmal kräftig gießen und der Dill spross wie eh und je, nur die Kamille sieht noch etwas ramponiert aus. 

Allerdings hab ich auch bemerkt, dass die Kästen viel zu klein sind und sich die Pflanzen nicht richtig ausbreiten können, wie sie's normal brauchen. Ne Kräuterspirale ist schon im Gespräch allerdings hab ich dann wohl erst nächste Woche Zeit, die dann in die Tat umzusetzen, weil ich da auch schon ein paar Ideen dazu hab, wie ich mir die selber bauen kann :) 

Gerade jetzt gehts den Pflanzen eigentlich recht gut, außer Kamille will noch nicht so recht. Werd' ich aber hoffentlich auch noch in den Griff bekommen :) 

Blessed be
Montuna Witchka

1 Kommentar:

  1. Liebe Montuna

    Wenn Du Kräuter anpflanzt, dann BITTE IMMER daran denken, daß genug Abstand von einer Pflanze zur anderen Pflanze eingehalten wird. Viele Pflanzen brauchen unter der Erde sehr viel Platz um ihre Wurzeln ausbreiten zu können. Auch gibt es den Fall, daß sich einige Kräuter mit anderen nicht vertragen.
    Solltest Du noch Fragen haben, so beantworte ich sie Dir gerne. Ich bin ausgebildete Kräuterpädagogin.

    Alles Liebe
    Morgaine

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