Freitag, 27. April 2012

Waldzauber


Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber ich bin nicht zum posten gekommen, wegen in paar privaten Dingen, jedenfalls bin ich Montag in den Wald gegangen, ich hab das ehrlich gesagt noch nicht so oft gemacht, weil immer irgendwas dazwischen kam und an dem Tag wäre ich wohl auch beinahe nicht gegangen, aber etwas in mir sagte, nee, du schwingst deinen Arsch jetzt in den Wald und machst da endlich mal mehr. Teilweise kann ich eben richtig faul sein. Aber als ich mich dann in Richtung Wald befand, der gerade mal 5 minuten von meinem Haus entfernt ist, merkte ich, wie ich langsam ruhiger wurde und der Stress des Tages sich in der warmen Brise des Windes verdünnisierte und mich "gehen" ließ. Ich wollte eine Waldmeditation machen, um mal wieder richtig Kraft zu schöpfen, die ich in den letzten Tagen wirklich bitter nötig hatte und um mich der Natur einfach wieder mal bewusster zu werden und dass nicht nur im Garten, der ja meistens bekanntlich durch einen Gartenzaun abgegrenzt ist. 
Ich wollte wieder Freiheit spüren, Unbeschwertheit, Leichtigkeit und mich vom Leben im Wald mitreißen lassen, der Stress verflog dann nun gänzlich, als ich am Waldrand ankam und schon von weitem, die wunderschöne Lichtung erblicken konnte und den angrenzenden natürlichen Reitplatz, auf dem ich als kleines Kind oft herumgetollt bin. Ich ging vorbei und ließ den Alltag hinter mir und fühlte mich willkommen, ich ließ alte und gute Erinnerungen aufleben und spazierte eine Weile auf der Lichtung herum. Alles war so voller Leben und Geflüster von den Blättern und Gesang von den Vögeln, die hier ihr Zuhause hatten. 
Nach einer Weile hatte ich mich dann doch dazu entschlossen weiter in den Wald hinein zu gehen, mich aber nicht an die üblichen Wege zu halten, da ich mich dort ziemlich gut auskenne. Als ich mich dann einer Baumgruppe näherte und fast in zwischen den Bäumen verschwand, huschten zwei Feldhasen über die Lichtung und hoppelten ganz nah an mir vorbei ins Unterholz, soweit ich sie noch sehen konnte, folgte ich ihnen ohne zu überlegen und gelangte zu einem wunderschönen Fleckchen, der zwar nicht weit von den normalen Wegen und somit von den Joggern und den Spazierern entfernt ist und doch gut genug versteckt und unberührt, dass ich hier getrost meine Übung machen konnte. 
Zu diesem Zweck entzündete ich meine Sandelholz-Räucherung, die ich mir in die Taschen gesteckt hatte und entzündete diese und begann zu meditieren. 
Und ehrlich, das war das erfüllendste seit langem. Ich begann mit einer Visualisations-übung, bis ich mich dann erdete und in den Wald horchte, um vielleicht ein wenig vom Gerede der Bäume zu erhaschen. 
Mit dem runterbrennen des Räucherstäbchens beendete ich meine Übung und übergab dem Baum, an dem ich mich gelehnt hatte einen Stein, den ich zuvor zuhause ausgewählt hatte. 
Eine Weile hielt ich mich dann noch auf der Lichtung auf und schoss noch ein paar Fotos, ehe ich den Weg nach Hause antrat. 
Eine wirklich magische Erfahrung muss ich sagen und zuerst dachte ich, dass ich im Wald nicht so viele Leute antreffen würde, doch ich war überrascht, viele spazierten umher, joggten und/oder bewunderten und bestaunten den Wald. 
Als ich erst in die Magie eingestiegen bin, hab ich nicht sehr praktisch gearbeitet. Ich hatte zu viel Angst davor, etwas falsch zu machen, selbst nachdem ich keinen mehr hatte, der mir zur Seite stand, (lehrermäßig). Aber aufhören? Mir einen anderen Weg suchen? 
Nein, bestimmt nicht. 
Was ich gefunden hab, was mich so erfüllt und einfach ein Teil von mir ist oder auch geworden ist, geb ich nicht mehr her und ich bleibe auf den Weg, den ich eingeschlagen hab. Deswegen sollte man nicht zögern zu praktizieren, die größte Lehrerin ist eh die Natur selbst und vorallem die eigene Intuition. Oder nein. 
Beides zusammen sind die perfekten Lehrer und es ist doch viel interessanter und belebender, seinen eigenen Weg zu suchen und zu gehen, als sich ständig auf jemand anderen verlassen zu müssen, weil man sich selbst nicht traut. Gegen Lehrer hab ich nichts, sie können einen helfen auf dem Weg zu bleiben, oder ihn erst zu finden und können einen zwischendurch wieder in die richtige Richtung schubsen, dennoch sollte man davon nicht abhängig sein. Man sollte sich selbst nicht verlieren und nicht den Weg des Lehrers folgen. 
Mit Lehrer kann eine Person gemeint sein oder ein Buch. 
Beides sind Inspirationen und Helferchen, sollten aber nicht kopiert werden, macht doch keinen Spaß ;) 
Aber um zum Thema zurückzukommen, natürlich kann man am Anfang Angst haben zu praktizieren, dennoch sollte man sich davon nicht abhalten lassen und nicht unnötig lange zögern ^^


Tretet ein und lasst euch vom Zauber mitreißen, die Natur heißt euch willkommen, wenn ihr sie selbst in euer Leben lasst. Das gilt aber nicht nur in der Magie, selbst im Alltag, wenn man zum Beispiel einen Menschen freundlich grüßt oder ihm ein Lächeln schenkt, kann man dessen Tag ein wenig schöner machen und man selbst wird auch manchmal mit einem Lächeln oder einem Gruß zurück belohnt.


Blessed be
Montuna Witchka

1 Kommentar:

  1. Das ist ein wundervolles Erlebnis. Das ist ja das schöne an der Magie und der Natur, wenn man offen für sie ist und anfängt die kleinen Wunder des Tages wahrzunehmen, hat sie immer Überraschungen bereit.
    Ich finde es ist das schönste am Hexentum aufmerksam zu sein und im Einklang mit der Natur zu stehen, denn solch ein Gefühl findet man in unserer Konsumwelt nicht.

    AntwortenLöschen